Anforderungen an die Motorradbekleidung in Ausbildung und Prüfung

Wer einen Zweiradführerschein machen will ist gesetzlich verpflichtet, während der Fahrstunden und der Praxisprüfung vom Kopf bis zu den Füßen geeignete Schutzkleidung zu tragen (seit 01.05.2014). Der Gesetzgeber schreibt geeignete Schutzkleidung für alle Zweiradklassen – mit Ausnahme Mofa – vor (Anlage 7 Nr. 2.2.18 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV)).   Bei Prüfungen der Klassen A, A1, A2 und AM muss der Bewerber geeignete Motorradschutzkleidung tragen, bestehend aus
– einem passenden Motorradhelm,
– Motorradhandschuhen,
– einer eng anliegende Motorradjacke,
– einem Rückenprotektor (falls nicht in der Motorradjacke integriert),
– einer Motorradhose und
– Motorradstiefeln mit ausreichendem Knöchelschutz

Was bedeutet das konkret?

Der MOTORRADHELM muss ohne Druck gut sitzen und sollte einen festen Schutz – auch für die Kinnpartie – haben. Zulässig, aber weniger geeignet, sind sogenannte Jet- oder Halbschalenhelme, aber nur mit Visier oder Motorradbrille.

Für Fahrstunden bei uns könnt ihr wegen Corona nur Integral- oder Klapphelme benutzen, und diese für Funk vorbereiten!

Zulässig sind nur Motorradhelme, die die ECE-Regelung Nr. 22 erfüllen und entsprechend gekennzeichnet sind (Beispielbilder):

Nicht zulässig sind artfremde Kopfbedeckungen wie Bau-, Stahl-, Radfahr-, Ski- und Feuerwehrhelme und ältere Helme ohne ECE Prüfzeichen.

Die Hände müssen durch geeignete Motorradhandschuhe aus Leder oder speziellen Textilien geschützt sein, die über Schutzverstärkungen bzw. –polsterungen verfügen.

Skihandschuhe sind ebenso wenig geeignet wie fingerlose Motorradhandschuhe oder Wollhandschuhe

Der Oberkörper inklusive der Arme muss durch eine eng anliegende MotorradJacke in einem geeigneten Material (Leder oder spezielles Textilgewebe, auch in Kombination) geschützt sein.

Rückenprotektoren sind Pflicht, entweder integriert oder zusätzlich zum Unterziehen (Norm EN 1621-2 für Protektor beachten). Schulterprotektoren und Hüftprotektoren  sind nicht vorgeschrieben.

Das gleiche gilt für die MOTORRADHose.

Ausnahme: Spezielle Motorradjeans mit Kevlar-Armierungen und Knieprotektoren sind zulässig. Die Motorradhose sollte ebenso wie die Jacke eng anliegen und muss natürlich lang sein.

Nicht zulässig bei Jacken und Hosen sind beispielsweise Jeans oder Wollstoffe.

Die MOTORRADSchuhe: Mindestens erforderlich sind Motorradschuhe aus festem Material (am besten Leder) bei denen der komplette Schuh den Knöchel vollständig abdeckt.

Leichte Turnschuhe sind nicht zulässig, selbst wenn sie über den Knöchel reichen. Bei Schnürschuhen müssen die Schuhbänder so gebunden sein, dass sie sich nicht am Motorrad oder an Brems- oder Schalthebel verhaken können. Ebenso ungeeignet sind Sandalen, Schnürhalbschuhe, Slipper, Gummistiefel, Schnürschuhe mit loser Schnürung.